
Ein Eisstau, ein gefährlicher Eiswall am Dachrand, der Schmelzwasser zurückhält und in das Dach eindringen lässt ist keine Seltenheit in deutschen Wintern – besonders bei schlecht gedämmten Dächern. Das Wasser sammelt sich, friert ein und drückt unter Dachziegel oder Dachpfannen hindurch. Später, wenn es tauet, läuft es in die Dachkonstruktion, ins Dachgeschoss – und manchmal direkt in Ihre Wohnung. Die Folge? Feuchtigkeit an den Wänden, Schimmel, kaputte Holzbalken – und am Ende auch beschädigte Innentüren, die nicht mehr richtig schließen. Eisstau ist kein kleines Problem. Er ist ein Systemfehler, der oft von der Dachdämmung ausgeht.
Dachdämmung, die richtige Wärmedämmung zwischen Dachsparren, die Wärme im Haus hält und das Dach kalt hält ist der Schlüssel. Wenn die Dämmung nicht dicht oder zu dick ist, entsteht Wärmeverlust an der Dachfläche. Diese Wärme schmilzt den Schnee oben am Dach, das Wasser läuft nach unten – und friert am kalten Dachrand wieder ein. Ein perfekter Kreislauf für Eisstau. Die Lösung? Eine gleichmäßige, luftdichte Dämmung, die das Dach von innen warm hält, aber die Dachfläche kalt lässt. So schmilzt der Schnee nicht unkontrolliert. Und Dachrinnen, die Ablaufsysteme am Dachrand, die Schmelzwasser sicher nach unten leiten müssen sauber, frei von Laub und richtig geneigt sein. Eine verstopfte Rinne ist wie ein Stau auf der Autobahn: Alles staut sich – und überläuft.
Ein weiterer Faktor: Dachentwässerung, das gesamte System aus Rinnen, Fallrohren und Abläufen, das Wasser vom Dach wegführt. Viele Hausbesitzer vergessen, dass auch die Fallrohre im Winter einfrieren können. Ein gefrorenes Fallrohr macht die ganze Dachentwässerung nutzlos – das Wasser hat keinen Ausweg. Die Lösung? Regelmäßige Kontrolle im Herbst, Frostschutz für Rohre, oder sogar elektrische Abtauungen an kritischen Stellen. Wer das nicht macht, riskiert nicht nur Eisstau – sondern auch Wasserschäden an der Fassade, im Sockelbereich und letztlich auch an den Innentüren, die direkt unter dem Dach liegen.
Es geht nicht darum, das Dach zu heizen. Es geht darum, die Wärme dort zu halten, wo sie hingehört – im Haus. Und das Wasser dort abzuleiten, wo es hingehört – in die Kanalisation. Wer das versteht, vermeidet nicht nur teure Reparaturen. Er schützt auch seine Innentüren. Denn wenn das Dach undicht ist, läuft Feuchtigkeit nicht nur auf den Boden – sie zieht auch an den Türrahmen hoch, verzieht das Holz, lässt Beschläge rosten. Einmal beschädigt, ist die Tür nicht mehr dicht. Und dann fängt der Kreislauf von Schimmel, Kälte und Luftverlust wieder von vorne an.
In den folgenden Artikeln finden Sie konkrete Lösungen: Wie Sie Ihre Dachdämmung richtig planen, welche Dämmstoffe sich wirklich lohnen, wie Sie Dachrinnen reinigen – und warum ein falscher Einbau von Fenstern oder Türen im Dachgeschoss Eisstau sogar fördern kann. Hier geht es nicht um Theorie. Es geht um das, was wirklich funktioniert – und was Sie jetzt tun können, bevor der nächste Winter kommt.
Eine Dachrinnenheizung verhindert gefährliche Eiszapfen und Schäden durch Eisstau. Erfahren Sie, wie sie funktioniert, was sie kostet und warum eine fachgerechte Installation entscheidend ist.