
Wenn du einen Bereitstellungszinsen, Gebühren, die Banken erheben, wenn sie dir einen Kredit zugesagt haben, aber das Geld erst später auszahlen. Auch bekannt als Zinsen für gebundenes Kapital, treten sie auf, wenn die Auszahlung deines Immobilienkredit sich verzögert – etwa weil der Bau erst in Monaten beginnt oder die Grundbuchänderung noch nicht abgeschlossen ist. Viele Kreditnehmer merken erst später, dass sie Hunderte oder sogar Tausende Euro für Geld zahlen, das sie gar nicht genutzt haben.
Diese Zinsen entstehen, weil die Bank dir das Geld bereitgehalten hat – und das kostet sie. Sie müssen Kapital reservieren, das sie sonst an andere verleihen könnten. Deshalb berechnen sie dir Gebühren, solange der Kredit zwar zugesagt, aber noch nicht ausgezahlt ist. Das ist besonders häufig bei Baufinanzierung, wo der Bau zeitlich nicht exakt mit der Kreditzusage zusammenpasst. Auch wenn du eine Zinsbindung von zehn Jahren vereinbart hast, zahlt die Bank weiterhin Zinsen auf das gebundene Geld – und diese Kosten wandern oft einfach auf deine Rechnung.
Die gute Nachricht: Du kannst sie vermeiden. Prüfe immer die Kreditzusage auf den Punkt Bereitstellungszinsen. Steht dort nichts, sind sie meist ausgeschlossen. Frag explizit nach: „Wann fangen die Zinsen an?“ und „Gibt es eine Frist, bis die Auszahlung erfolgen muss?“. Viele Banken bieten heute auch sogenannte flexible Auszahlung an – da zahlt du erst, wenn das Geld tatsächlich auf deinem Konto ist. Und wenn du den Bau zeitlich planst, sodass Kredit und Baubeginn nah beieinander liegen, sparst du automatisch.
Die meisten der hier aufgeführten Artikel behandeln Themen wie Zinsbindung, Baufinanzierung oder Immobilienkredit – und viele davon zeigen, wie du Kosten minimierst, bevor sie entstehen. Du findest hier Tipps zur Kreditwahl, zur Planung von Bauzeiten und dazu, wie du Verträge richtig liest. Denn wer Bereitstellungszinsen kennt, der vermeidet sie – und behält mehr Geld für den eigentlichen Bau.
Bereitstellungszinsen beim Baukredit sind oft unerwartet und teuer - aber sie lassen sich vermeiden. Erfahren Sie, wie lange die fristfreie Zeit dauert, wie hoch die Zinsen sind und wie Sie bis zu 1.500 € sparen können.