
Beim Sachwertverfahren, eine Methode zur Immobilienbewertung, die den Wert anhand der physischen Bausubstanz und des Grundstückswerts ermittelt. Auch bekannt als Kostenwertverfahren, ist es die offizielle Grundlage für Steuern, Erbschaften und rechtliche Auseinandersetzungen – nicht für den Verkaufspreis. Im Gegensatz zum Verkehrswert, der sagt, was jemand bereit ist zu zahlen, rechnet das Sachwertverfahren nach festen Regeln: Wie alt ist das Haus? Wie viel kostet es, es heute neu zu bauen? Wie viel ist das Grundstück wert? Es ist kein Marktmechanismus, sondern eine Rechnung.
Diese Rechnung hat drei Säulen: Bausubstanz, der Wert der physischen Gebäudekomponenten wie Wände, Dach, Fenster und Installationen, Grundstückswert, der Wert des unbebauten Landes, basierend auf Lage, Größe und Nutzungsmöglichkeit, und Sachwertabschlag, die Abwertung wegen Alter, Verschleiß und technischer Veraltung. Ein 40-jähriges Einfamilienhaus in Homburg hat nicht denselben Sachwert wie ein Neubau – selbst wenn es genauso schön aussieht. Der Sachwert verliert mit jedem Jahr, während der Verkehrswert steigen kann.
Warum ist das wichtig? Wenn du eine Immobilie erbst, sie verkaufst oder sie als Sicherheit für einen Kredit einsetzt, brauchst du oft einen offiziellen Wert. Banken, das Finanzamt oder ein Gericht verlangen den Sachwert – nicht das, was der Nachbar bezahlt hat. Auch bei Sanierungsstau oder denkmalgerechter Sanierung wird er genutzt: Ein historisches Haus mit wertvollem Holzschreinerwerk kann zwar im Verkehrswert hoch sein, aber sein Sachwert bleibt niedrig, weil die Bausubstanz veraltet ist. Das führt zu Spannungen zwischen emotionalem und monetärem Wert – besonders in Regionen wie Homburg, wo alte Bausubstanz oft erhalten werden soll.
Was du hier findest, sind Artikel, die genau diese Themen berühren: Wie du den Sachwert eines Hauses verstehst, warum er sich von den Preisen am Markt unterscheidet, wie er bei Erbschaften oder Sanierungen eine Rolle spielt, und warum du einen Gutachter brauchst, der weiß, wie man Bausubstanz richtig bewertet. Es geht nicht um Marketing-Fotos oder verkaufsfördernde Beschreibungen – sondern um Zahlen, Normen und echte Werte.
Die drei offiziellen Immobilienbewertungsverfahren - Vergleichswert, Ertragswert und Sachwert - werden gesetzlich vorgeschrieben. Erfahre, wie sie funktionieren, wann sie angewendet werden und warum sie oft unterschiedliche Ergebnisse liefern.