Wenn Sie eine Immobilie im Ausland kaufen, ist das Grundbuch das wichtigste Dokument, das Ihnen sagt, wem das Grundstück wirklich gehört und ob es etwaige Lasten gibt. Doch anders als in Deutschland, wo das Grundbuch seit Jahren elektronisch geführt wird, ist der Zugang in anderen Ländern oft ein kompliziertes, zeitaufwendiges und manchmal teures Unterfangen. Viele Käufer denken: Grundbuch digital - das sollte doch einfach sein. Doch die Wahrheit ist: Es gibt kein einheitliches europäisches System. Jedes Land macht es anders. Und wer das nicht weiß, läuft Gefahr, teure Fehler zu machen.
Wie funktioniert der Zugriff auf ausländische Grundbücher?
In Deutschland können Sie als Privatperson zwar nicht direkt ins elektronische Grundbuch schauen - aber Sie können einen Notar oder Rechtsanwalt beauftragen, der für Sie Einsicht nimmt. Das ist einfach, schnell und oft kostenlos. Im Ausland ist das anders. In vielen Ländern gibt es gar keine öffentlichen Online-Portale. In anderen ist der Zugang nur für lokale Anwälte oder Behörden freigegeben.Beispiel Spanien: Hier gibt es das Registro de la Propiedad, ein digitales System, das grundsätzlich für alle zugänglich ist. Sie können online eine einfache Auskunft anfordern - aber nur, wenn Sie den genauen Grundbuchnummer und den Namen des Eigentümers kennen. Und selbst dann: Die Auskunft ist oft nur auf Spanisch, und die Daten sind nicht immer aktuell. Ein Fehler in der Schreibweise des Namens - und Sie bekommen nichts.
In Italien ist der Zugang noch restriktiver. Das Conservatoria dei Registri Immobiliari ist zwar digital, aber nur für italienische Notare und Gerichte vollständig nutzbar. Privatpersonen müssen einen italienischen Anwalt beauftragen, der die Anfrage stellt. Das kostet Zeit und Geld. Und wenn Sie nicht Italienisch sprechen, wird’s noch schwieriger.
Einige Länder wie Portugal oder Kroatien haben in den letzten Jahren ihre Systeme modernisiert und bieten nun englischsprachige Online-Portale an. Aber auch dort: Kein Zugang ohne Identitätsnachweis, oft mit digitalem Zertifikat oder einer lokalen Steuernummer. Und wenn Sie aus Österreich kommen? Dann müssen Sie oft einen lokalen Vertreter haben - oder einen Notar, der bereits Erfahrung mit diesem Land hat.
Gebühren: Was kostet eine Grundbucheinsicht im Ausland?
In Deutschland kostet eine einfache Grundbuchauskunft 10 Euro, eine beglaubigte Abschrift 20 Euro. Das ist klar. Im Ausland? Da gibt es keine Standardpreise. Die Gebühren variieren von Land zu Land - und manchmal sogar von Amt zu Amt.In Spanien zahlen Sie für eine einfache Auskunft etwa 15 bis 25 Euro. Für eine beglaubigte Kopie sind es 30 bis 50 Euro - plus eventuelle Gebühren für den Notar, der die Anfrage stellt. In Italien kostet eine einfache Auskunft zwischen 20 und 40 Euro, aber oft kommt noch ein Aufschlag von 50 bis 100 Euro für den Anwalt hinzu, der die Anfrage vor Ort stellt.
In Ländern wie Griechenland oder Ungarn sind die Gebühren oft niedriger - aber die Prozesse sind langsamer. Und in einigen osteuropäischen Ländern gibt es keine klaren Preise. Sie zahlen, was der lokale Anwalt verlangt. Und da gibt es keine Transparenz. Einige Anwälte verlangen pauschal 100 Euro, andere rechnen nach Zeitaufwand - und das kann leicht 300 Euro oder mehr werden.
Wichtig: Die Gebühr ist nicht immer nur für die Auskunft. Oft ist sie auch für die Prüfung der Dokumente, die Übersetzung, die Bestätigung der Echtheit oder die Zustellung per Post. In manchen Ländern müssen Sie sogar eine lokale Steuernummer beantragen, bevor Sie überhaupt eine Anfrage stellen können - und das kostet extra.
Fristen: Wie lange dauert es, bis ich das Grundbuch sehe?
In Deutschland bekommen Sie eine Grundbucheinsicht oft innerhalb von 24 Stunden - wenn Sie einen Notar beauftragen. Im Ausland ist das anders. Die Fristen hängen vom Land, vom Amt, von der Jahreszeit und manchmal sogar vom Wetter ab.In Spanien: 2 bis 5 Werktage, wenn alles glatt läuft. Aber wenn das Amt überlastet ist - oder wenn Sie einen falschen Namen eingegeben haben - kann es bis zu drei Wochen dauern. In Italien: 1 bis 3 Wochen. Und das ist schnell. In Ländern wie Rumänien oder Bulgarien kann es bis zu sechs Wochen dauern. Manchmal müssen Sie persönlich vorbeikommen, weil das Amt keine digitalen Anfragen entgegennimmt.
Und dann gibt es noch die Dokumente. Sie brauchen eine Übersetzung? Dann rechnen Sie mit mindestens drei weiteren Tagen. Sie brauchen eine Apostille oder eine Legalisation? Dann kommen noch zwei bis vier Wochen hinzu. In manchen Ländern müssen Sie die Unterlagen per Post schicken - und die Post ist nicht immer zuverlässig.
Ein Kunde aus Wien kaufte letztes Jahr eine Wohnung in Kroatien. Er dachte, er könnte alles online erledigen. Er hat drei Wochen gewartet - und dann wurde ihm gesagt, dass er eine örtliche Steuernummer braucht. Die hat er beantragt - und vier Wochen später kam die Zusage. In der Zwischenzeit hat der Verkäufer die Immobilie an jemand anderen verkauft. Der Käufer hat alles verloren - und 1.200 Euro Gebühren bezahlt.
Warum ist der digitale Zugang so kompliziert?
Die EU hat zwar versprochen, den grenzüberschreitenden Zugang zu Grundbuchdaten zu vereinfachen. Aber bis heute gibt es keine einheitliche Plattform. Jedes Land behält seine eigenen Regeln. Warum? Weil das Grundbuch ein Teil der nationalen Souveränität ist. Es geht nicht nur um Daten - es geht um Recht, Identität und Kontrolle.Deutschland hat sein System 2017 vollständig digitalisiert. Aber das heißt nicht, dass andere das nachgemacht haben. In Frankreich ist das Grundbuch zwar digital, aber nur für Behörden und Notare zugänglich. In Österreich ist es für Privatpersonen über das Grundbuchamt einsehbar - aber nur mit Identitätsnachweis. Und in Ländern wie Polen oder Tschechien ist die Digitalisierung noch in Arbeit. Viele Ämter arbeiten immer noch mit Papierakten - und die werden nur einmal im Monat eingelesen.
Die Technik ist da. Aber die Rechtskultur nicht. In vielen Ländern ist das Grundbuch kein öffentliches Dokument - es ist ein geschütztes Recht. Und das wird nicht so schnell ändern.
Was können Sie tun? Praktische Tipps
Wenn Sie eine Immobilie im Ausland kaufen, ist der Weg zum Grundbuch kein Nebenschauplatz - er ist zentral. Hier sind die drei wichtigsten Schritte:- Beauftragen Sie einen Notar mit internationaler Erfahrung. Ein deutscher Notar, der schon mehrere Immobilienkäufe im Ausland begleitet hat, kennt die Systeme. Er weiß, welches Land welche Dokumente braucht, wer die Anfrage stellen darf und wie lange es dauert. Das spart Ihnen Zeit, Geld und Nerven.
- Verlangen Sie eine schriftliche Kostenübersicht. Fragt der Anwalt oder Notar: „Wie viel kostet das?“ - dann verlangen Sie eine detaillierte Aufstellung: Gebühr für das Amt, Gebühr für den Anwalt, Übersetzung, Apostille, Postversand. Alles. Nicht nur die Summe. Sonst bekommen Sie später böse Überraschungen.
- Prüfen Sie das Grundbuch vor der Kaufunterschrift. Niemals kaufen, ohne das Grundbuch gesehen zu haben. Nicht auf das Wort des Maklers vertrauen. Nicht auf eine „Vorab-Auskunft“ aus dem Internet. Das Original - oder eine beglaubigte Kopie - muss vorliegen. Und es muss aktuell sein. Ein Grundbucheintrag aus dem Jahr 2022 ist in vielen Ländern wertlos.
Und vergessen Sie nicht: Ein digitales Grundbuch ist nicht automatisch ein schnelles Grundbuch. Es ist nur ein anderes System. Und wenn Sie nicht wissen, wie es funktioniert, ist es gefährlich.
Welche Länder sind am einfachsten?
Nicht alle Länder sind gleich schwer. Hier eine kurze Übersicht:- Spanien: Am einfachsten für Privatpersonen. Online-Portal mit Englisch. Aber: Daten oft veraltet. Immer mit Notar prüfen.
- Portugal: Gutes digitales System, englischsprachig. Gebühren klar. Aber: Nur mit lokaler Steuernummer.
- Kroatien: Digitalisiert, aber langsam. Oft noch Papier. Notar nötig.
- Italien: Komplex. Nur mit Anwalt. Lange Wartezeiten. Hohe Kosten.
- Frankreich: Kein öffentlicher Zugang. Nur über Notar. Sehr restriktiv.
- Österreich: Für Österreicher einfach - aber nur für österreichische Grundstücke.
Wenn Sie sich für ein Land entscheiden, fragen Sie zuerst: „Wie komme ich an das Grundbuch?“ - nicht: „Wie teuer ist die Immobilie?“
Kann ich als Privatperson direkt auf ein ausländisches Grundbuch zugreifen?
In den meisten Ländern nein. Selbst wenn ein Online-Portal existiert, benötigen Sie oft eine lokale Steuernummer, eine digitale Signatur oder einen lokalen Vertreter. In Deutschland ist der direkte Zugang für Privatpersonen auch nicht möglich - nur über Notare oder Anwälte. Im Ausland ist es noch schwieriger. Die meisten Systeme sind nur für autorisierte Berufsgruppen wie Notare, Anwälte oder Behörden zugänglich.
Wie lange ist eine Grundbucheinsicht gültig?
Es gibt keine allgemeine Gültigkeitsdauer. In Deutschland wird eine Auskunft oft als „aktuell“ angesehen, wenn sie nicht älter als drei Monate ist. Im Ausland ist das anders. In manchen Ländern ist ein Eintrag aus dem letzten Jahr noch akzeptabel, in anderen muss er maximal vier Wochen alt sein. Wichtig ist: Die Auskunft muss zum Zeitpunkt der Kaufunterschrift aktuell sein. Ein Grundbuchauszug aus dem letzten Jahr ist bei einem Verkauf oft nicht mehr ausreichend - besonders wenn es um Hypotheken oder Grunddienstbarkeiten geht.
Muss ich das Grundbuch übersetzen lassen?
Ja, wenn Sie es in Deutschland verwenden - zum Beispiel für die Finanzierung oder die Eintragung in das deutsche Grundbuch. Eine einfache Übersetzung reicht oft nicht. Sie brauchen eine beglaubigte Übersetzung durch einen vereidigten Übersetzer. In manchen Fällen muss die Übersetzung zusätzlich mit einer Apostille oder Legalisation versehen werden - besonders wenn das Land nicht der Haager Übereinkunft beigetreten ist. Das kostet extra, aber es ist notwendig, um rechtssicher zu sein.
Was ist, wenn das Grundbuch Fehler enthält?
Fehler im Grundbuch kommen häufiger vor, als man denkt - besonders im Ausland. Ein falscher Name, eine vergessene Hypothek, ein veraltetes Recht. In Deutschland können Sie eine Berichtigung beantragen. Im Ausland ist das oft viel schwieriger. In Italien oder Spanien müssen Sie einen Anwalt einschalten, der bei dem zuständigen Amt einen Antrag stellt - und das kann Monate dauern. In einigen Ländern gibt es gar kein Verfahren zur Berichtigung. Deshalb: Prüfen Sie das Grundbuch doppelt. Und wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich eine zweite Meinung von einem anderen Notar.
Kann ich das Grundbuch online bestellen und per E-Mail erhalten?
In einigen Ländern ja - aber nicht immer legal oder sicher. In Spanien können Sie eine Auskunft online bestellen und als PDF erhalten. Aber: Ist das wirklich die offizielle Version? Oft sind diese PDFs nur unverbindliche Informationen. Für den Kaufvertrag brauchen Sie eine beglaubigte Kopie, die vom Amt mit Stempel und Unterschrift versehen ist. Ein einfaches PDF reicht nicht. Und wenn Sie es per E-Mail bekommen, ist es oft nicht beglaubigt. Das ist kein Beweis - das ist eine Kopie. Und im Rechtssystem zählt nur das Original.

Kommentare (18)
Patrick Sargent
Dezember 18, 2025 AT 04:11Wow, das ist ja mal ein echter Horrorstory-Text. Ich hab letztes Jahr in Portugal gekauft und dachte, das ist doch jetzt alles digital, oder? Nein. Musste drei Mal zum Notar, zwei Mal per Post, und dann noch ne Steuernummer beantragen. Alles für 300 Euro und drei Monate Wartezeit. Und das ist der gute Fall.
Veronika H.
Dezember 18, 2025 AT 21:04Ein Satz: Wer das Grundbuch nicht vor Vertragsunterzeichnung sieht, hat sich das verdient.
Nicole Bauer
Dezember 20, 2025 AT 08:20Ich hab das letzte Jahr auch in Spanien gemacht – und ja, das Online-Portal ist super, bis du merkst, dass der Name des Vorbesitzers mit 'Sánchez' geschrieben ist, aber du 'Sanchez' eingegeben hast. Dann kommt nix. Hab dann einen lokalen Anwalt beauftragt, der 45 Euro verlangt hat – aber dafür war alles korrekt. Tipps sind goldwert!
Sebastian Westphal
Dezember 21, 2025 AT 17:56Ich find’s krass, wie unterschiedlich Europa trotz EU noch ist. In Deutschland ist alles digital, aber wenn du nach Italien schaust, ist es wie im Mittelalter. Die Technik ist da, aber die Leute machen’s halt nicht. Warum? Weil’s einfacher ist, alles zu verkomplizieren. 😅
Marcelo Mermedo
Dezember 23, 2025 AT 17:12Als jemand, der schon drei Immobilien im Ausland gekauft hat – das ist der wichtigste Rat im ganzen Text: Beauftrage einen Notar mit internationaler Erfahrung. Nicht den ersten, der dir im Internet begegnet. Suche nach Leuten, die mindestens 5-10 Fälle im Land haben. Die wissen, wo die Fallen liegen. Und nein, der billigste Anwalt ist nicht der beste. Ich hab mal 800 Euro gespart – und dann 3.000 Euro verloren, weil die Hypothek nicht draufstand. Lerne aus meinen Fehlern.
Adrienne Seitz
Dezember 23, 2025 AT 23:11Es ist doch interessant, wie das Grundbuch mehr ist als nur ein Dokument – es ist ein Symbol für Souveränität. Jedes Land will Kontrolle behalten, auch über Daten. Vielleicht ist das ja auch ein Grund, warum Europa so schwer vorankommt. Es geht nicht um Technik. Es geht um Macht. Und Macht gibt man nicht gerne her.
Stefan Rothaug
Dezember 25, 2025 AT 02:23Die Beschreibung der Gebühren ist absolut korrekt – aber es fehlt ein entscheidender Punkt: In vielen Ländern ist die Auskunft nicht nur teuer, sie ist auch rechtlich unverbindlich. Ein Grundbucheintrag aus dem Jahr 2023 ist in Portugal nicht mehr als eine Momentaufnahme. Erst wenn du die beglaubigte Kopie vom Tag der Kaufunterschrift hast, ist sie juristisch relevant. Und das muss man wissen, bevor man den Notar beauftragt. Sonst zahlt man für eine Illusion.
Ich habe vor drei Jahren in Kroatien gekauft. Die erste Auskunft war völlig veraltet. Die zweite, die ich über den Notar bekam, enthielt eine versteckte Baurechtseinschränkung, die im Online-Portal nicht zu finden war. Die hatte der Verkäufer absichtlich nicht erwähnt. Ohne professionelle Hilfe wäre ich in eine rechtliche Falle getappt.
Und was die Übersetzung betrifft: Eine einfache Google-Übersetzung reicht nicht. Ich hab mal eine Übersetzung von einem Studenten machen lassen – und dann wurde mir im deutschen Grundbuchamt gesagt, die Übersetzung sei unzulässig, weil sie nicht von einem vereidigten Übersetzer stammt. Zwei Wochen später, 400 Euro später, hatte ich die richtige Version. Und das alles, weil ich dachte, ich könnte sparen.
Die Warnung vor der „Vorab-Auskunft“ aus dem Internet ist absolut richtig. Ich hab mal einen Verkäufer in Spanien gehabt, der mir ein PDF geschickt hat – „hier, das ist das Grundbuch“. Ich hab’s ausgedruckt und dem Notar gezeigt. Der hat gelacht und gesagt: „Das ist ein Werbeblatt. Der echte Auszug hat einen Stempel, eine Signatur und eine Nummer.“
Es ist nicht nur ein technisches Problem. Es ist ein kulturelles. In Deutschland glauben wir, dass alles digital, transparent und schnell sein muss. Aber in vielen Ländern ist das Grundbuch ein Geheimnis, das nur die Eingeweihten kennen. Und wer das nicht versteht, wird betrogen.
Die Tipps sind nicht nur hilfreich – sie sind lebenswichtig. Ich würde jedem, der im Ausland baut oder kauft, raten: Lies diesen Artikel dreimal. Und dann geh nochmal zum Notar. Und frag nochmal. Und nochmal.
Und wenn du denkst, du könntest das alleine schaffen – du kannst es nicht. Du brauchst jemanden, der weiß, wie das System funktioniert. Nicht weil du dumm bist. Sondern weil das System absichtlich so kompliziert gemacht wurde.
Und vergiss nicht: Ein digitalisiertes Grundbuch ist nicht automatisch ein transparentes. Es ist nur ein anderes System. Und wenn du nicht weißt, wie man es liest – dann ist es gefährlicher als ein Papierbuch.
Lorentz Koagedal
Dezember 26, 2025 AT 01:27ich hab das letztes jahr in italien gemacht und war total schockiert wie viel geld man da hinblättern muss und dann noch die anwaltskosten und dann die übersetzung und dann die apostille und dann die post und dann die steuernummer und dann die wartezeit und dann… ach egal ich hab aufgehört zu zählen. ich glaub ich hab 1400 euro ausgegeben für ein stück papier das nicht mal richtig ist. und jetzt hat der verkäufer noch ne hypothek drin die er nicht gesagt hat. ich bin am verzweifeln. wer hilft mir?!
Rick Bauer
Dezember 27, 2025 AT 07:48Wer so etwas nicht vorher recherchiert, hat es verdient, betrogen zu werden. Das ist kein Geheimnis, das ist Grundwissen. Jeder, der im Ausland kauft, muss wissen: Du bist kein Kunde. Du bist ein Fremder in einem System, das dich nicht will. Und wenn du denkst, du kannst das mit Google lösen – dann bist du ein Idiot. Und ich sage das als jemand, der schon drei Immobilien im Ausland hat. Keine Entschuldigung. Kein Pardon. Wer nicht vorbereitet ist, hat verloren.
Dana Lenz
Dezember 28, 2025 AT 19:35Ich finde es beeindruckend, wie klar und präzise dieser Artikel ist. Vielen Dank für die klare Struktur und die konkreten Beispiele. Das ist genau der Typ Information, den man braucht, bevor man eine Immobilie im Ausland kauft. Nicht nur für Privatleute – auch für Finanzberater und Makler sollten das Pflichtlektüre sein. Ein großer Dank an den Autor!
Erika Conte
Dezember 30, 2025 AT 15:12Interessant, dass hier nur von der technischen und administrativen Ebene gesprochen wird. Aber was ist mit der moralischen Ebene? Warum ist das Grundbuch in vielen Ländern so geheimnisvoll? Weil es ein Instrument der Kontrolle ist. Es ist nicht nur ein Dokument – es ist ein Mittel, um Menschen auszuschließen. Wer keine lokale Steuernummer hat, darf nicht teilhaben. Wer kein Italienisch spricht, wird ignoriert. Wer keinen Anwalt hat, ist verloren. Das ist kein Fehler des Systems – das ist seine Absicht. Die EU redet von Einheit, aber sie toleriert diese Diskriminierung. Denn wer das Grundbuch kontrolliert, kontrolliert die Identität. Und das ist Macht. Und Macht will man nicht teilen. Vielleicht ist die digitale Transformation nicht das Problem. Vielleicht ist es die Angst vor Gleichheit.
Julia Golher
Dezember 31, 2025 AT 00:35Und wer sagt, dass das Grundbuch überhaupt stimmt? Ich hab mal in Bulgarien eine Wohnung gekauft. Alles sauber. Grundbuch, Übersetzung, Apostille. Zwei Jahre später kommt der echte Eigentümer – der hat nie verkauft. Der hat nur seinen Namen verkaufen lassen. Die Behörden haben das nie geprüft. Jetzt bin ich auf der Straße. Und die Behörden sagen: „Wir können nichts tun, das steht im Grundbuch.“ Also ist das Grundbuch die Lüge? Und wir vertrauen darauf?
Karl Benion
Dezember 31, 2025 AT 04:26Keine Angst! Es ist schwierig – aber machbar. Ich hab’s geschafft. In Portugal. Mit einem Notar, der Englisch spricht. Mit einer Steuernummer, die ich in drei Tagen bekam. Mit einer beglaubigten Kopie, die ich am Tag der Unterschrift hatte. Es kostet Zeit. Es kostet Geld. Aber es ist möglich. Und wenn du dich nicht auf das Grundbuch verlässt – dann verlässt du dich auf Glück. Und Glück ist keine Strategie.
Matthias Broghammer
Januar 1, 2026 AT 00:25Manchmal frage ich mich, ob die EU wirklich will, dass wir im Ausland kaufen. Oder ob sie lieber hätte, wir bleiben zu Hause und kaufen nur deutsche Wohnungen. Denn warum sonst so viele Hürden? Warum kein einheitliches System? Weil es zu einfach wäre. Und wenn es zu einfach wäre, würden zu viele Leute aus dem Ausland kommen. Und dann wären die Preise hoch. Und die Einheimischen wären sauer. Also: Hürden = Schutz. Schön, dass wir das jetzt wissen. Aber nicht schön, dass es so ist.
Joeri Puttevils
Januar 1, 2026 AT 14:11Als EU-Bürger mit Wohnsitz in Belgien, der schon in 5 Ländern Immobilien gekauft hat: Die größte Herausforderung ist nicht die Technik, sondern die Kommunikation. Die Notare in Italien sprechen kein Englisch. Die Behörden in Kroatien antworten nicht auf E-Mails. Und wenn du denkst, du kannst das mit Übersetzungs-Apps lösen – du kannst es nicht. Du brauchst jemanden, der vor Ort ist. Und der weiß, wie man mit den Ämtern redet. Das ist der echte Value. Nicht das digitale Portal. Sondern der Mensch, der zwischen dir und dem System steht.
Maury Doherty
Januar 1, 2026 AT 19:28Ich hab den Artikel gelesen. Ich hab geweint. Nicht wegen der Gebühren. Sondern weil ich merke: Ich bin nie wirklich frei. Egal wo ich hingehe – sie machen mich zum Fremden. Und das Grundbuch? Es ist nicht mein Recht. Es ist ihr Recht. Und ich darf nur schauen, wenn sie sagen, ich darf.
Sinead Riccardi
Januar 2, 2026 AT 09:24Das ist doch ein Witz, oder? Wer glaubt, dass man das alles legal machen kann? Die ganzen Systeme sind manipuliert. Die Notare arbeiten mit den Verkäufern zusammen. Die Grundbücher werden gefälscht. Und du bist der Dumme, der zahlt. Ich hab’s gesehen. In Griechenland. Da gibt’s keine echten Grundbücher. Nur Papiere, die aussehen wie echte. Und wenn du fragst, bekommst du eine Antwort – mit einem Lächeln. Und dann verschwindet die Wohnung. Und du hast 5000 Euro verloren. Und keiner hilft dir. Weil du nicht „eingeweiht“ bist.
Stefan Rothaug
Januar 4, 2026 AT 09:16Vielen Dank für die detaillierte Antwort – besonders für den Hinweis auf die beglaubigte Übersetzung. Ich habe genau das vergessen, als ich in Spanien kaufte. Meine Übersetzung war nicht vereidigt. Der deutsche Notar hat die Unterlagen abgelehnt. Ich musste alles neu machen – und hatte drei Wochen später die richtigen Dokumente. Aber: Der Verkäufer hatte die Immobilie schon an jemand anderen verkauft. Ich habe alles verloren. Der Artikel hat recht: Prüfen. Prüfen. Prüfen. Und dann nochmal prüfen.